Was ist PEKiP®?

PEKiP® Ursprung und Idee

Die Wurzeln von PEKiP® liegen in Prag: Der Psychologe Jaroslav Koch entwickelte Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre Anregungen für die Begleitung von Säuglingen im ersten Lebensjahr. Darauf aufbauend formten die Psychologin Christa Ruppelt und der Sozialwissenschaftler Hans Ruppelt das heute bekannte sozialpädagogische Gruppenprogramm.

Seit 1988 trägt der Verein PEKiP® e. V. die Fortbildung, Qualitätssicherung und geschützte Bild-/Wortmarke „PEKiP®“. Damit ist sichergestellt, dass Kurse nach klaren fachlichen Standards durchgeführt werden. Ich habe – zuerst als Mutter mit meinem eigenen Kind – die gesamte Ausbildung durchlaufen und bin zertifizierte PEKiP® Gruppenleiterin.

Die Haltung hinter PEKiP® verbindet moderne entwicklungspsychologische Leitgedanken – etwa Bindung und elterliche Feinfühligkeit – mit Elementen der Gruppenpädagogik: Eltern lernen voneinander, vergleichen nicht leistungsorientiert und entdecken Unterschiede als individuelle Stärken ihrer Kinder.

So läuft eine PEKiP®-Stunde ab

Zu Beginn steht Ankommen und Beobachten: Was zeigt das Baby heute? Wofür interessiert es sich? Darauf abgestimmt schlage ich einfache Spiel- und Bewegungsanregungen vor – vom Tasten und Greifen über Drehen und Rollen bis zu ersten Krabbelideen. Alles ist freiwillig, Pausen, Stillen und Kuscheln gehören selbstverständlich dazu.

Eltern erhalten bei Pirkkohontas kurze alltagsnahe Infos zur Entwicklung (z. B. Signale von Müdigkeit/Überreizung, sensibler Umgang mit Reizen, sichere Lagerung und Tragen) und haben Zeit für Fragen. Ich achte darauf, dass kein Druck entsteht und Impulse an den tatsächlichen Entwicklungsstand angepasst bleiben.

Die Atmosphäre ist ruhig und zugewandt. Eine warme Raumtemperatur ermöglicht Spielen ohne Kleidung; Decken/Handtücher sorgen für Behaglichkeit – Bringt bitte eine große Unterlage wie ein Badetuch, eine. Moltonunterlage sowie leichte Kleidung und Socken mit. Am Ende können Erfahrungen geteilt und kleine Ideen für zuhause mitgenommen werden

Ab wann PEKiP® sinnvoll ist

PEKiP® richtet sich an Eltern mit Babys im ersten Lebensjahr – von den ersten Lebenswochen bis zum sicheren Laufen. Der Einstieg ist in der Regel früh möglich; viele Gruppen starten in den ersten Monaten und begleiten die Kinder über mehrere Kursabschnitte hinweg.

Regelmäßige Treffen fördern die Beziehung zum Baby und ermöglichen den Austausch mit anderen Eltern in derselben Lebensphase. Das hilft, Unsicherheiten abzubauen und die eigenen Stärken im Alltag zu entdecken.

Wenn du unsicher bist, wann der beste Zeitpunkt für dein Baby ist, hilft ein kurzes Gespräch mit mir. Wichtig ist weniger ein „perfektes“ Startalter als eine liebevolle, stressfreie Begleitung im eigenen Tempo.

Was Babys in PEKiP® lernen – und was nicht

Babys entdecken in PEKiP® ihren Körper, trainieren Motorik und Sinne und erleben erste soziale Kontakte zu Gleichaltrigen – ganz spielerisch und ohne Leistungsdruck. Jede Anregung ist Einladung, nie Verpflichtung; jedes Kind setzt eigene Schwerpunkte.

PEKiP® bei Pirkkohontas ist keine Früherziehungs-„Abkürzung“, sondern eine feinfühlige Begleitung der natürlichen Entwicklung. Es geht um Beziehung, Sicherheit und gemeinsame Freude – nicht um „früher, höher, weiter“. So werden Überforderung und Reizflut bewusst vermieden.

Fallen Eltern oder mir als Kursleitung Besonderheiten in Verhalten oder Entwicklung auf, wird sensibel informiert – mit dem Hinweis, Rücksprache mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt zu halten.

Die Rolle der Kursleitung

PEKiP®-Leiter*innen sind pädagogische Fachkräfte mit spezieller PEKiP®-Fortbildung. Ich zum Beispiel bin Sozialarbeiterin ich kenne die Entwicklungsschritte im ersten Lebensjahr, gebe passende Impulse und unterstütze einen wertschätzenden Austausch in der Gruppe.

Ich ermutige Eltern, die Signale ihres Kindes zu lesen, fördere feinfühliges Reagieren und stärke so die Bindung. Gleichzeitig bin ich eine Art  „Lotse“ für alltagspraktische Fragen – vom sicheren Handling bis zu guten Ruhe- und Spielmomenten.

Für euch als Eltern bedeutet das: Ihr bekommt keine starren „Programme“, sondern Orientierung, Sicherheit und Ideen, die in euren Familienalltag passen.

Häufige Fragen (kurz beantwortet)

Nein. PEKiP® holt jedes Kind dort ab, wo es gerade steht – die Anregungen werden individuell angepasst.

Oft ja – in wohlig warmem Raum. Das ermöglicht freie Bewegung und intensive Sinneserfahrungen über die Haut. Wenn es sich für Ihr Baby nicht gut anfühlt, wird selbstverständlich angepasst.

Manche gesetzlichen Kassen bezuschussen Kurse oder Bonusprogramme; die Regelungen unterscheiden sich. Am besten direkt bei der eigenen Kasse nachfragen.

Warum PEKiP® vielen Eltern guttut

In den ersten Monaten prasselt vieles auf junge Familien ein. Pirkkohontas schafft einen geschützten Rahmen, in dem ihr euch mit eurem Baby sicher fühlen könnt, Signale besser verstehen lernt und Vertrauen in euer Gespür entwickelt. Das entlastet – und macht Freude.

Ihr bekommt bei Pirkkohontas leicht umsetzbare Ideen für zuhause, lernt andere Eltern kennen und erlebt, dass „richtig“ vor allem bedeutet: aufmerksam und liebevoll auf das eigene Kind zu schauen – statt Vergleiche zu ziehen.

Wenn ihr neugierig seid, wie PEKiP® bei Pirkkohontas konkret aussieht, sprecht mich an. Ein persönliches Gespräch klärt schnell, ob es für eure Familie passt.

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